Kosten eines Jagdscheins sind keine Werbungskosten

Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 20.12.2018 (Az.: 5 K 2031/18 E) entschieden, dass die Kosten für eine Jägerprüfung zur Erlangung eines Jagdscheins keine Werbungskosten einer angestellten Landschaftsökologin darstellen. Die Landschaftsökologin hatte die Kosten für den Erwerb eines Jagdscheines in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EStG) angesetzt und dies [...]

12.03.2019|

Brexit: Vereinfachter Wechsel von der Limited in eine deutsche Rechtsform

Durch den bevorstehenden Brexit herrscht auch im deutschen Gesellschaftsrecht derzeit viel Unruhe. Es gibt etwa 10.000 Unternehmen in Deutschland, die die englische Rechtsform der Limited („Private Company Limited by Shares“) oder der PLC („Public Limited Company“) nutzen. Nach derzeitigem Sachstand werden diese Gesellschaften mit deutschem Verwaltungssitz nach dem Brexit wohl nicht in der gewohnten Form [...]

29.01.2019|

Geschäftsführer sind regelmäßig sozial­versiche­rungs­pflichtig

Geschäftsführer einer GmbH sind regelmäßig als Beschäftigte der GmbH anzusehen und unterliegen somit der Sozialversicherungspflicht. Dies hat das Bundessozialgericht (BSG) in zwei  aktuellen Urteilen entschieden (Urt. v. 14.03.2018, Az. B 12 KR 13/17 R und B 12 R 5/16 R) und somit seine bisherige Rechtsprechung bestätigt. Sozialversicherungspflicht der Geschäftsführer Ein Geschäftsführer - so die Richter [...]

28.03.2018|

Steuerhinterziehung durch Miterben

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seinem Urteil vom 29.08.2017 (Az. VIII R 32/15) entschieden, dass die Verlängerung der Festsetzungsfrist bei Steuerhinterziehung auf zehn Jahre auch dann eintritt, wenn der als Gesamtschuldner vom Finanzamt in Anspruch genommene Erbe keine Kenntnis von der aufgrund einer unterlassenen Erklärungsberichtigung begangenen Steuerhinterziehung eines Miterben hat Sachverhalt Im zugrunde liegenden Streitfall [...]

22.02.2018|

Der gläserne Steuerzahler – Informations­austausch wird ausgeweitet

Seit September 2017 findet zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Steuerhinterziehung ein umfassender automatischer Informationsaustausch von Daten (AIA) zwischen etwa 100 Staaten statt. Da auch Deutschland an diesem Austausch teilnimmt, muss derjenige, der bisher sein Auslandsvermögen noch nicht gegenüber den deutschen Finanzbehörden aufgedeckt hat, damit rechnen, demnächst ein freundliches Schreiben der Steuerfahndung zu erhalten. Auch hat der [...]

08.11.2017|

FG Münster: Frühstück ist nicht gleich Frühstück

Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 31.05.2017 (Az. 11 K 4108/14) entschieden, dass zu einem Frühstück neben Brötchen und Heißgetränken auch in jedem Fall ein Aufstrich gehört. Zugrunde lag ein Sachverhalt, wonach ein Softwareunternehmen seinen Mitarbeitern, Kunden und Besuchern jeden Tag etwa 150 Brötchen zur Verfügung gestellt hat. Im Einzelnen handelte es sich um [...]

10.10.2017|

Das neue Transparenzregister – Meldepflichten beachten!

Ab dem 1. Oktober 2017 unterliegen aufgrund des neu geschaffenen Transparenzregisters alle inländischen juristischen Personen des Privatrechts und eingetragenen Personengesellschaften, mit Ausnahme von BGB-Gesellschaften (z.B. GbR), den bußgeldbewehrten Meldepflichten nach § 20 Geldwäschegesetz (GwG). Das Transparenzregister finden Sie unter www.transparenzregister.de. Gegenüber dem Transparenzregister müssen Angaben zu den natürlichen Personen gemacht werden, die als wirtschaftlich Berechtigte [...]

29.09.2017|

BFH-Urteil zum Oktoberfest

In einem aktuellen Urteil hat sich der Bundesfinanzhof (Link zum BFH) passend zum morgen beginnenden Oktoberfest mit der Umsatzsteuer beim Brezn-Verkauf beschäftigt.  Nach Auffassung der Richter vom Bundesfinanzhof in München (!) unterliegt der Verkauf von Brezn lediglich dem ermäßigten Steuersatz von 7%. Damit widersprach der BFH deutlich dem beklagten Finanzamt und auch dem zuständigen Finanzgericht. [...]

15.09.2017|

FG Münster: Zinsen bleiben bei 6%

Steuerzinsen in Höhe von 6% bestätigt Das Finanzgericht (FG) Münster (Link zum FG Münster) hat mit Urteil vom 17.08.2017 entschieden, dass der geltende Zinssatz von 6% Zinsen für verspätete Steuerzahlungen auch in der sog. Niedrigzinsphase zulässig sei (Az. 10 K 2472/16). Im vorliegenden Fall hatte ein Ehepaar aus NRW geklagt. Die Klage richtete sich gegen mehrere [...]

05.09.2017|